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Der Sportartikelhandel in der (Social-Media-)Krise

Die Wintersaison hat begonnen, die Filialen der heimischen Sportartikelhändler bleiben aufgrund der Pandemie weitestgehend leer. Und auch auf Facebook und Co hält sich die Begeisterung der User an der neuesten Winterware noch in Grenzen.

© pixabay

Der heimische Sportartikelhandel leidet unter der COVID19-Krise. Neben massiven Einbußen bereits im Frühjahr, steht nun auch die Skisaison unter keinem guten Stern. In den sozialen Medien kämpfen Intersport, Hervis und Co mit sinkendem Interesse und geringen User-Interaktionen, wie eine aktuelle Analyse der Social Media-Marktforscher von BuzzValue zeigt.



Interaktion zu Intersport & Co sinkt


Das Jahr 2020 bringt auch für die heimischen Sportartikelhändler große Herausforderungen mit sich. Einerseits steigt die Beliebtheit konkurrierender Onlinehändler wie Amazon, Zalando und Co. in Österreich auch im Sportsegment immer weiter an. Andererseits hemmt die Coronakrise bereits fast das ganze Jahr das Geschäft in den Filialen.


„Unsere Analyse zeigt, dass sich der Fokus der sportbegeisterten User auch in den sozialen Medien deutlich verschoben hat. So sinkt die User-Interaktion auf den Seiten der heimischen Sportartikelhändler im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 10,8 Prozent“, erläutert Markus Zimmer, Geschäftsführer von BuzzValue.


Dabei sind in den sozialen Medien vor allem etablierte Händler wie unter anderem Intersport und Hervis von der gebremsten User-Euphorie am stärksten betroffen. „So bricht bei einigen Händlern die User-Interaktion im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 50 Prozent ein. Neben der gebremsten Begeisterung der Sportfans sind es, speziell auch aufgrund der Krise, reduzierte Budgets, die zur Aktivierung der Fans auf Facebook, Instagram und Co. fehlen“, ergänzt der Social Media-Experte.


© BuzzValue

Social Media als Schlüsselkanal in Krise


Aber gerade in der Krise bieten die sozialen Medien großes Potenzial in der aktiven Kommunikation mit den Kundinnen und Kunden. „Die sozialen Medien stellen speziell in der aktuellen Krise einen Schlüsselkanal für heimische Unternehmen dar. So können auf Facebook und Co. potenzielle Kunden weiterhin uneingeschränkt erreicht werden. Im heimischen Sportartikelhandel gelingt dies speziell neueren Marktteilnehmern, mit stark frequentierten Onlineshops“, weiß Zimmer.


So wachsen die User-Interaktionen auf den Social Media-Seiten von in Österreich neuen Sportartikelhändlern auch im heutigen Jahr stark an. Unter anderem beeindruckt JD Sports mit knapp 91.000 Likes, Shares und Kommentaren und einem Interaktionswachstum von über 130 Prozent auf seinen Social Media-Seiten. Mit 1.385 eigenen Social Media-Posts ist JD Sports im aktuellen Jahr mit Abstand am aktivsten in der Kommunikation mit seinen Usern. „Besonders jetzt bietet sich die Investition in einen starken Social Media-Auftritt an. Eigener Content und Social-Ads sorgen für erhöhte Reichweiten und Traffic auf den eigenen Onlineshops“, kennt der Social-Media-Experte ein mögliches Rezept für die Händler im Kampf um die Aufmerksamkeit der User während der Coronakrise.


Text: BuzzValue