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keyper: Mit personalisierten Tickets zu vollen Stadien

Sind personalisierte Tickets als Teil eines Präventionskonzepts der Schlüssel für wieder volle Veranstaltungsstätten in naher Zukunft?

© pixabay

Bereits in der Vergangenheit haben wir uns mit Alternativen zu einem Stadionbesuch während der Coronakrise beschäftigt und uns die Frage gestellt, wie Geisterspiele möglich gemacht werden und Fans daran teilhaben können. Zumindest im Fußball ist das mittlerweile Realität. Uns stellt sich nun bereits die nächste Frage, nämlich wie wir Fans wieder ins Stadion bringen und das „echte“ Stadionerlebnis wieder möglich machen können. Personalisierung ist dabei ein Teil der möglichen Lösung.


Schon jetzt gibt es in einigen Fußball-Ligen in Europa – etwa in Ungarn – wieder Zuschauer in den Stadien. Allerdings nur eine sehr geringe Anzahl. Weitere Ligen Europas könnten folgen und Klubs ihre Stadien mit Sicherheitsabständen bis zu einem Drittel der Kapazität füllen. Aber macht das überhaupt Sinn?


Schwierig wird es vor allem dann, wenn die maximale Anzahl an zugelassenen Zuschauern geringer ist, als die Mindestanzahl an Zuschauern um eine Spielstätte rentabel betreiben zu können. Aber geht das nicht auch anders? Speziell in Ländern, die geringe Infektionsraten aufweisen, wie Österreich oder Deutschland.



Personalisierung als Schlüssel zur Lösung?


Ein personalisiertes Ticket für jeden Veranstaltungsbesucher wäre jedenfalls ein gutes Argument für eine vollständige Öffnung der Spielstätten. So könnte im Ernstfall eines auftretenden Covid-19-Falls schnell und einfach nämlich auf Knopfdruck nachvollzogen werden, welche Personen sich für einen längeren Zeitraum (und das ist für eine Ansteckung ausschlaggebend) in unmittelbarer Nähe der infizierten Person aufgehalten haben. Die Teilnehmerregistrierung ist übrigens auch eine von der WHO der empfohlenen Maßnahmen.


Was vielleicht kompliziert und nach viel Aufwand klingt, auch datenschutzrechtlich problematisch erscheint, kann absolut sicher und DSGVO-konform umgesetzt werden und ist so auch schon vielfach im Einsatz. keyper arbeitet seit Jahren an und in der Personalisierung von Tickets, vor allem im Sport. Im Rahmen der einfachen und sicheren Weitergabe können Tickets bereits heute ohne Aufwand personalisiert werden. Das keyper-System großflächig für Spielstätten einzusetzen wäre daher sofort und problemlos möglich.


© FUSSBALL KONGRESS

Personalisierung und die Fan-Kurve


Personalisierung wäre aber ein durchaus probates Mittel gegen die Einschränkung der Kapazitäten, wie in der Stadionwelt aber auch zu lesen ist, werden Fans wohl noch länger auf einen Stadionbesuch verzichten müssen.


Für manche Fans sind personalisierte Tickets ein rotes Tuch, wie aktuelle Diskussionen zeigen. So könnte die Frage für viele Fans also lauten: Personalisierte Tickets akzeptieren oder draußen bleiben? Dies kann durchaus mit nein beantwortet werden, denn Personalisierung und Datenschutz sind kein Widerspruch an sich. Das funktioniert beispielsweise, wenn Self-Sovereign-Identity-Prinzipien angewendet werden, und eine Verifizierung des Ticketinhabers oder Besuchers mit einem ID-Anbieter oder eBanking erfolgt, und das Ergebnis mit dem Ticket zwar verknüpft wird, aber nur in der Klub-App und auf dem Smartphone selbst.



Die temporäre Datenbank


Ergänzend zu den bestehenden Tools hat keyper mit der Secure Event Tracing Database (SETDB) bereits ein Konzept in der Schublade, welches, vereinfacht gesagt, die Quadratur des Kreises schafft. Mit der SETDB werden nämlich die primären Interessen aller Stakeholder der Fans (Datenschutz und Privatsphäre), der Politik und Behörden (eine schnelle und einfache Präventionsmaßnahme für ein Covid-19-Containment) und der Vereine (möglichst rasch und mit möglichst geringen Aufwendungen wieder die Stadien füllen zu können) zufriedenstellend berücksichtigt.


Diese Datenbank sammelt alle relevanten Daten und macht sie im Ernstfall und nur dann für Entscheidungsträger abrufbar. Die persönlichen Daten können ansonsten nicht identifiziert werden. Aufbewahrt werden diese Daten ohnehin nur für 14 Tage, danach sind sie nicht mehr relevant und werden automatisiert gelöscht. Datenschutz und Privatsphäre sind und bleiben das höchste Gut. Die Nachverfolgbarkeit bei tatsächlich auftretenden Fällen ist dennoch gegeben.


Was möglicherweise kompliziert klingt, ist schnell umzusetzen. Vor allem, da ein Part — die Personalisierung von Tickets — schon jetzt eingesetzt wird, etwa beim FK Austria Wien, dem FC Basel oder auch im Kunsthistorischen Museum Wien.


Personalisierung und SETDB können so die Grundlage eines Präventionskonzepts für volle Veranstaltungsstätten sein und in naher Zukunft wieder echtes Event-Feeling und Stadionerlebnis ermöglichen — sofern dies politisch auch gewollt wird.


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